Wasserstoff, Treibstoff für die Zukunft: Hierauf ist bei der Brennstoffzellenfertigung zu achten
Veröffentlicht am 10. März 2022 in Nachhaltige Fertigung
ACES-Unternehmen benötigen smarte Produktionsansätze und -technologien, um das Wasserstoff-Potenzial zu nutzen. Abläufe vermehrt automatisieren und digitalisieren.
Ist die Rede von nachhaltiger Mobilität, denkt so mancher zuerst an batteriebetriebene E-Autos. Brennstoffzelle oder Wasserstoff-Direktverbrenner sind komplementäre Technologien, die oft in den Hintergrund rücken und doch einiges zu bieten haben, wenn es um CO₂-Reduzierung und Marktoptionen geht.
Wirklich nachhaltige Wasserstoffherstellung nur mit erneuerbarer Energie
Deutsche Konzerne in Sachen Wasserstoff zu abwartend
Brennstoffzellen sind anders als Batteriezellen nicht auf Rohstoffe wie Lithium oder Kobalt angewiesen. Hier sind Batteriehersteller stark von China abhängig. Bei der Brennstoffzelle ist das zentrale Material Eisen. Von Vorteil ist darüber hinaus, dass sich Wasserstoff als molekularer Stoff gut speichern, transportieren und für Anwendungen zur Verfügung stellen lässt. Wasserstoffantriebe finden sich aktuell bereits in immer mehr Nutzfahrzeugen wie Stadtbussen, was insbesondere der Tatsache geschuldet ist, das sie mehr Platz für die benötigte Antriebseinheit bieten. In „normalen“ Autos sind Wasserstoffantriebe noch verhältnismäßig selten, was zum einen an den fehlenden H₂-Tankstellen, zum anderen aber auch an der zögerlichen Umsetzung der Industrie liegt.Abläufe in Elektrolyse und Brennstoffzellenfertigung vermehrt automatisieren
An New Energy Vehicles, den sogenannten NEVs, führt kein Weg vorbei, um die anvisierten Pariser Klimaziele auch nur ansatzweise erreichen zu können. Wasserstoff lässt sich aus erneuerbaren Energien CO₂-neutral herstellen und in Brennstoffzellen in elektrische Energie verwandeln. Bei der Herstellung dieser Brennstoffzellen, sind jedoch einige Herausforderungen zu meistern, um Effizienz und Präzision zu gewährleisten. Das gilt sowohl für die Fertigung der einzelnen Komponenten als auch für die Montage der Stacks bis zur Herstellung des gesamten Systems.
Batterieexpertise unterstützt Brennstoffzellenfertigung
Anders als bei der Batteriezellenfertigung, bei der bereits seit vielen Jahren Abläufe automatisiert stattfinden und immer weiterentwickelt werden, steht die Brennstoffzellenfertigung noch nahezu am Anfang. Dies ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass Wasserstofftechnologien derzeit noch nicht die Anwendung und Akzeptanz finden, die eine gesteigerte Produktion erfordern. Viele Workflows werden daher halbautomatisch oder sogar manuell durchgeführt. Um Wasserstoffanwendungen attraktiver zu machen, ist eine vermehrte Automatisierung in der Herstellung dringend erforderlich. Da sich Batterie- und Brennstoffzellenfertigung in vielen Punkten ähneln, ist es ratsam, hier auf einen Partner zu setzen, der sich mit automatisierter Batteriezellenfertigung auskennt. Neben der Technologie und dem Knowhow sind zudem Systemintegratoren und Maschinenbauer gefragt, die dieses Thema gemeinschaftlich vorantreiben. Ein besonders kritischer Prozess in der Batterie- und Brennstoffzellenfertigung ist das Stacking (Stapeln) – hier können Fehler, etwa Lecks, geschehen.Factory of the Future: Modernisierte Produktionsabläufe, innovative Technologie
Grundpfeiler eines derartigen Vorgehens und einer zukunftsorientierten Brennzellenfertigung zur Forcierung nachhaltiger Mobilität, sind die Ansätze und Technologien der Smart Factory (Produktion der Zukunft). Sie ermöglichen es, parallel zur Erweiterung und Umstellung auf neue Antriebstechnologien die Produktion umfassend zu modernisieren und Lieferketten von Grund auf zu rationalisieren. Innovative Industrierobotik, mobile Roboter und Cobots, Edge Computing, Sensorik, die Kopplung von Mechatronik und IT, aber auch Augmented Reality (AR) sind einige Beispiele dieser Fabrikhalle der Zukunft.Fazit: Gemeinschaftliches Vorgehen gefragt
In den kommenden Jahren wird sich ein Mix aus verschiedenen Antriebstechnologien am Markt etablieren. Hierzu gehört die Brennstoffzelle als ein wichtiger Baustein. Damit die alternativen Technologien der Zukunft an Auftrieb gewinnen, liegt es nun an Politik, Herstellern und Dienstleistern, an einem Strang zu ziehen, Rahmen- und Produktionsbedingungen zu optimieren, Digitalisierung und Automatisierung voranzutreiben. OMRON unterstützt hier mit langjähriger Expertise.Lesen Sie mehr über unsere Lösungen für die Automobilindustrie (tcm:304-99085).
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